logo3.jpg (28180 Byte)

Aktuell vor Juli 01

Juni 2001
Die Entschlossenheit mit der der Landwirt-Unternehmer die Putenmastfabrik im Neandertal durchsetzen will, scheint ungebrochen. Merkwürdigerweise und nahezu einzigartig ist die Unterstützung, die er gerade von denen bekommt, die später selbst betroffen sein werden. Allerdings ist gerade Mettmann, dass für die Genehmigung zuständig ist, mit seinen bebauten Flächen weiter entfernt als Erkrath oder Haan-Gruiten.
Sollte die Putenmastfabrik gebaut werden, ist gerade der Düsselberg 2, der nach dem Kauf als neues Wohngebiet erschlossen werden soll, am stärksten betroffen. Bei Windrichtung aus Westen und ca. 0,5 km Entfernung bekämen die neuen Einwohner die volle Keim- und Schimmelpilzladung.
Wie inzwischen bekannt wurde, hat der Landwirt Einloos eine große Zahl gepachteter Flächen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Wohnbebauung in Erkrath. Besonders in Millrath und Alt-Hochdahl wären die Bewohner ganz stark von der auf die Felder aufgebrachten Gülle betroffen !
Die Grünen in Erkrath und Mettmann sind darum aktiv geworden und haben darauf hingewiesen, dass es sehr wohl die Möglichkeit einer politischen Einflussnahme gibt, um die Putenmastfabrik zu verhindern.

Die Ratsfraktion “Bündnis 90/ Die Grünen” haben in Mettmann den Antrag gestellt, den Flächennutzungsplan zu ändern, um das Naherholungsgebiet zu erhalten. Die Ratssitzung findet am 3.Juli um 17:00 im Rathaus Mettmann statt.

Die Erkrather Ratsfraktion hatte im Umweltausschuss am 20.Juni leider Pech. Der Punkt wurde nicht behandelt ! Es gab für die Mehrheit der Ausschussmitglieder wichtigere Sachen, die vorzuziehen waren !
Allerdings steht der Punkt nun am 27.Juni bei der Erkrather Ratssitzung um 16:00 auf der Tagesordnung. (Auf der Seite Dokumente finden Sie ein Flugblatt der “Bündnis90/Die Grünen”-Ratsfraktionen, das bei drei Unterschriftssammlungen am 9. und 16. Juni ausgeteilt wurde.)

 

MAI 2001                
Wie schon im Kapitel “Historie” erwähnt, wurden an den Landtag von Düsseldorf einige Petitionen von besorgten Bürgern geschickt.
Ihre Argumente blieben nicht unbeachtet und hatten zur Folge, dass sich das Umweltministerium, bzw. das Bauministerium mit dem Fall “Putenmastfabrik am Neandertal” intensiv beschäftigte und die  Stadt Mettmann bereits im März 2001aufforderte, den Bau-Vorbescheid für die Putenmastfabrik aufzuheben. Dazu ist es aber bis heute nicht gekommen.

Obwohl die Stadt Mettmann allem Anschein nach die umweltzerstörischen Pläne für die Putenmastfabrik unterstützt und die Gefahren für Umwelt, Wanderer und Anwohner bagatellisiert, ging es dem Antragsteller, d.h. dem Landwirt Einloos nicht schnell genug. Er hat bereits im April gegen die Stadt auf Erteilung der Baugenehmigung geklagt.

Bereits Anfang des Jahres hatten über 5000 Bürger gegen die tierquälerische Massentierhaltung im Neandertal ihre Unterschrift abgegeben. Sie können die Interessengemeinschaft ebenfalls unterstützen, in dem Sie uns eine e-mail mit Ihrer Adresse zusenden und den kurzen Satz dazu schreiben: “Ich bin gegen die Putenmastfabrik im Neandertal !”  

Lesen Sie auch, was unser Bundeskanzler zur Putenmastfabrik sagt:

 

 

Februar 2001
Durch ein Schreiben des Herrn Einloos, bzw. seines Rechtsvertreters wurde nun bekannt, dass er bereits 1000 Tonnen Putenmist im letzten Jahr im Neandertal verteilt hat.
Diese Menge erscheint ungeheuerlich und stellt eine Belastung für die Natur, das Wasser und die Erholungsuchenden dar. Wir hoffen, dass sich die Wasserwerke und die untere Landschaftsbehörde nun intensiv mit dem Thema “Gülletourismus im Neandertal” befassen werden. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass sich ein großes vom Bauern Einloos bewirtschaftetes Gebiet direkt und zum Teil abschüssig über der Düssel befindet.

Gleichzeitig gab Herr Einloos bekannt, dass er -sollte seine Putenfabrik in Betrieb gehen- seine Dienstleistungen mit Traktoren und anderen landwirtschaftlichen Maschinen, die er bisher für andere Bauern durchführte, entfallen würden. Das dürfte die Bauern in seiner Nähe, die sich bisher auf den Einsatz der Maschinen des Herrn Einloos verlassen haben, sehr enttäuschen.